Spielerisch über Glücksspielsucht aufgeklärt
Suchtberatungsstelle Regio-PSB beteiligte sich am bundesweiten Aktionstag

Rund 500.000 Menschen in Deutschland haben Probleme mit übermäßigem Glücksspiel. Hinzu kommen zahlreiche Angehörige, die von dieser Problematik mitbetroffen sind. Um auf das hohe Suchtpotenzial aufmerksam zu machen, fand am 30. September 2020 wieder der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt. An diesem Tag informierten in ganz Deutschland Mitarbeitende der Suchthilfe mit öffentlichen Aktionen und im persönlichen Gespräch über die Gefahren, die von der Teilnahme an Glücksspielen ausgehen können.

In Freiburg beteiligte sich die Regio-PSB, die Suchtberatungsstelle der Evangelischen Stadtmission, an diesem Aktionstag. Am Nachmittag klärte das Team vor der Beratungsstelle in der Lehenerstraße 54a mit einem Quiz spielerisch über die Problematik auf und kam so mit vielen Passanten ins Gespräch.

Die Regio-PSB bietet Betroffenen und Angehörigen schon seit vielen Jahren Beratung und Begleitung an. Seit dem 21. September beherbergt sie in ihren Räumen nun auch eine neue "Selbsthilfegruppe Glücksspielsucht", die sich immer montags in den ungeraden Kalenderwochen von 18 Uhr bis 19:30 Uhr in der Lehenerstraße 54a trifft. Die Gruppe ist offen für alle, die ihre Spielfreiheit stärken wollen und Unterstützung in einer Gruppe suchen.

Verspieltes Vertrauen zurückgewinnen
Wie eine Glücksspielerin fast ihr Leben ruinierte – und dann den Ausstieg schaffte

„Um Spannung abzubauen“, fing Kathrin Basler (Name von der Redaktion geändert) vor rund zehn Jahren an, Online-Lotto zu spielen. Was für Außenstehende harmlos klingt, wuchs sich bei ihr bald zu einer alles bestimmenden Spielsucht aus: „Ich habe bei vielen internationalen Lotterien mitgemacht, in der schlimmsten Phase mehrmals am Tag, und immer mit dem höchstmöglichen Einsatz.“ Anfangs spürte sie dadurch eine Entlastung von dem Druck, dem sie bei ihrer Arbeit als Leitungskraft in der Pflege ausgesetzt war. Besonders die Zeit zwischen dem Spieleinsatz und der Ziehung der Gewinnzahlen – mehrere Stunden oder Tage - war dabei wichtig: „Das war ein Spannungsbogen, den es bei anderen Glücksspielen nicht gibt. Die Hoffnung, dass ich gewinne, hielt ja bis zur Auslosung an.“ Was hätte sie denn mit dem gewonnenen Geld angefangen? „Ich wollte mir einfach mal was leisten können. Später hatte ich dann die Hoffnung, dass ich mit dem Gewinn meine Schulden zurückzahlen könnte – obwohl mir im Kopf schon klar war, dass das nicht funktioniert.“

Bei der Arbeit fiel niemandem etwas auf, denn sie spielte immer nur zuhause. „Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, in einer Spielhalle zu gehen. Da war die Gefahr zu groß, dass mich jemand sieht.“ Ihr Lebensgefährte habe gemerkt, dass sie angespannt war, doch von der Sucht lange nichts bemerkt. „Wir lebten zwar zusammen, aber wir hatten beide Schichtdienst, sodass ich zeitweise allein zuhause war und unbemerkt spielen konnte.“ Es gelang Kathrin Basler auch problemlos, an das Geld für ihre Spielsucht zu kommen: „Als mein Einkommen nicht mehr reichte, habe ich Kredite aufgenommen. Es war erschreckend, wie einfach ich die bei der Bank bekommen konnte.“ Sie verlor den Bezug zum Geld und „wusste sie nicht mehr, wieviel 10 oder 100 Euro sind“. Auf eine kurze spielfreie Phase folgte ein heftiger Rückfall mit neuen Schulden.

Irgendwann ließen sich die gravierenden Folgen des exzessiven Spielens nicht mehr verbergen – wenn auch viel zu spät: Am Ende stand die Lottospielerin mit rund 30.000 Euro in der Kreide und der Gerichtsvollzieher klopfte an die Tür. „Es ging um meine Existenz.“ Schließlich wandte sie sich an die Schuldnerberatung, legte alles offen und meldete Privatinsolvenz an.
Mindestens ebenso schwerwiegend waren die Folgen für ihr soziales Umfeld: „Ich habe meinen Lebensgefährten, meine Mutter und meine Geschwister jahrelang angelogen. Von meinen Freunden habe ich mich zurückgezogen. Es gab für mich nur noch Arbeit und Spielen.“ Ihre langjährige Partnerschaft drohte zu scheitern: „Damals stand die Frage im Raum, ob wir uns trennen. Das Schwierigste war der Vertrauensbruch.“ Dieses buchstäblich „verspielte“ Vertrauen zurückzugewinnen, brauchte viele Zeit.

Es gelang ihr, mehrere Monate lang spielfrei zu bleiben. Ihre Leitungsstelle gab sie auf, das brachte ihr etwas Entlastung. Therapeutische Hilfe suchte sie sich anfangs nicht - aus Scham. „Ich bin an sich ein sehr strukturierter Mensch und es fiel mir schwer zuzugeben, dass ich die Kontrolle über mein Leben verloren habe. Es braucht Zeit sich einzugestehen, dass man süchtig ist und es nicht allein hinbekommt.“ Doch dann erkannte sie, dass sie es aus eigener Kraft nicht schaffen würde, auf Dauer von der Sucht loszukommen und „alles wieder ins Lot zu bringen“. Sie wollte ihr Leben endlich wieder in die eigene Hand nehmen.

Im Juli 2019 begann sie dann eine wöchentliche Gesprächstherapie bei Willi Vötter, dem Leiter der Suchtberatungsstelle Regio-PSB, und eine Gruppentherapie bei anderem Träger. Zur Therapie gehörte, zu erkennen und darüber zu sprechen, welche Ursachen zur Spielsucht geführt hatten. Neben dem Druck bei der Arbeit steckten wohl auch familiäre Prägungen – sie kommt aus einfachen Verhältnissen, ihr Vater, zu dem sie lange keinen Kontakt hatte, war ebenfalls spielsüchtig – dahinter. Und: „Ich konnte meine Gefühle nicht äußern.“

Inzwischen ist die 40-Jährige seit zwei Jahren spielfrei. „Das ist eine große Entlastung für mich. Trotz meiner Privatinsolvenz habe ich Geld zur Verfügung, da ich nichts mehr verspiele. Und vor allem muss ich nichts mehr verbergen.“ Zum Abbau von Stress hat sie nun andere Wege gefunden: „Ich habe Hobbies wiederaufleben lassen, die mir früher Spaß gemacht haben: ich gehe mit meinem Hund spazieren und fahre mit dem Rad. Puzzle mache ich auch sehr gerne.“ Ihre Partnerschaft hat die schwere Krise überstanden – mittlerweile sind Kathrin Basler und ihr Lebensgefährte verheiratet.
In Versuchung, rückfällig zu werden, ist Kathrin Basler nicht: „Der Spieldruck ist weg.“ Ihre Therapien laufen Ende Oktober aus, doch sie ist bei der neuen Selbsthilfegruppe für Glücksspielsüchtige dabei, die sich in der Regio-PSB trifft. „Das ist eine stetige Unterstützung, und ich kann mich mit Gleichgesinnten austauschen.“

Ihre Ziele für die nächsten Jahre sind klar: „Ich will spielfrei bleiben und meine Schulden abbauen.“ Zudem hat sie den Vorsatz gefasst, gegenüber ihrem Umfeld nichts mehr zu verheimlichen. Ihr großer Traum: „Wenn die Schulden abbezahlt sind, möchte ich zusammen mit meinem Mann eine längere Auszeit nehmen und mit dem Wohnmobil auf Reisen gehen.“

Glücksspielsucht und Regio-PSB im Freiburger Wochenbericht

Der Freiburger Wochenbericht bringt in seiner Ausgabe vom 30. September 2020 einen Bericht über einen von Glücksspielsucht Betroffenen und über die Angebote der Regio-PSB.

Hier können Sie den Bericht anschauen und herunterladen.  (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

 

 

 

Badische Zeitung berichtet über Suchthilfe in Zeiten von Corona

In ihrer ausgabe vom 1. Oktober 2020 berichtet die Badische Zeitung über die Herausforderungen, denen sich von Sucht betroffene Menschen und ihre Berater in Zeiten von Corona stellen müssen. Willi Vötter, der Leitter der Suchtberatungsstelle Regio-PSB, wird in dem Artikel auch zitiert.

Hier geht es zum Text. (Der Bericht ist leider nur für BZ-Abonnenten vollständig zugänglich.)

 

Neue Selbsthilfegruppe Glücksspielsucht

Für alle, die ihre Spielfreiheit stärken wollen und Unterstützung in einer Gruppe suchen, bietet die Suchtberatungsstelle Regio-PSB die neue Selbsthilfegruppe Glücksspielsucht an.

Die Gruppe trifft immer montags in den ungeraden Kalenderwochen von 18 Uhr bis 19:30 Uhr in der Suchtberatungsstelle, Lehenerstr. 54a.

Hier können Sie den Info-Flyer herunterladen.

„Ein völlig falsches Signal“
Statement von Willi Vötter Leiter der Regio-PSB Freiburg, zur Duldung von Online-Glücksspiel

Die Landesregierungen der 16 Bundesländer haben sich nach Medieninformationen darauf geeinigt, dass zahlreiche bislang illegale Online-Automatenspiele bereits jetzt geduldet werden, obwohl der neue Glücksspielstaatsvertrag erst im kommenden Jahr in Kraft treten soll. Er sieht vor, dass ab Juli 2021 auch Online-Casinos in Deutschland eine Lizenz beantragen können. Bislang sind solche Spiele lediglich in Schleswig-Holstein legal, dennoch werben viele Anbieter schon seit Jahren bundesweit für ihre Online-Spiele.

Zur Vereinbarung der Länder äußert sich Willi Vötter als Leiter der Regio-PSB, der Suchtberatungsstelle der Evangelischen Stadtmission Freiburg:

„Viele Betroffene Spieler wünschen sich seit Jahren eher restriktivere Maßnahmen zum Schutz vor den massiven Folgen des pathologischen Glücksspiels. Glücksspiel ist keine harmlose Sucht, sondern in Bezug auf die Auswirkungen in der Familie, im sozialen Umfeld am Arbeitsplatz und letztlich auch auf die psychische Gesundheit mindestens so schädlich einzuschätzen wie die Alkoholabhängigkeit.
Wir sehen mit großer Sorge, dass mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag ein bisher verbotener Onlinemarkt zu weiten Teilen legalisiert werden soll. Anbieter, die sich bisher nicht als gesetzeskonform erwiesen haben, erhalten jetzt einen staatlichen Freifahrtschein.
Gesetzeskonforme Anbieter und vor allem die abhängigen Spielerinnen und Spieler wird das sehr schmerzen. Jede Art der Ausdehnung des Glücksspielmarkts vergrößert das Leid von Betroffen und Angehörigen. Gleichzeitig wird die längst überfällige, spielartenübergreifende und bundeseinheitliche Spieler-Sperrdatei unter behördlicher Kontrolle weiter nur in Aussicht gestellt.
Eine Legalisierung des bisher verbotenen Onlinemarkts setzt ein völlig falsches Signal an ausstiegswillige Spieler und auch an junge, besonders anfällige Zielgruppen der Glücksspielindustrie.
In der Konsequenz setzt der Staat hier sein Glücksspielmonopol aufs Spiel und entlässt die Anbieter aus ihrer sozialen Verantwortung. Als Suchtberater mache ich mir große Sorgen, dass die steuerlichen Einnahmen aus dem Glücksspiel die gesellschaftlichen Folgen der pathologischen Glücksspielsucht bei weiten nicht aufwiegen werden.“

Glücksspielsucht in Zeiten von Corona
Die Suchtberatungsstelle Regio-PSB zur Wiedereröffnung der Spielhallen in Baden-Württemberg

In den Spielhallen Baden-Württembergs darf seit dem 11. Mai wieder gezockt werden, nachdem sie zuvor wegen der Corona-Krise mehrere Wochen geschlossen waren. Nicht für alle Spieler ist das eine gute Nachricht.

Die Regio-PSB Freiburg, die Suchtberatungsstelle der Evangelischen Stadtmission Freiburg, kümmert sich um Menschen, für die das Spielen zur Sucht geworden ist. „Im vergangenen Jahr haben wir mehr als sechzig Männer und Frauen mit Glücksspielproblemen beraten, vermittelt und längerfristig begleitet. Über 80 Prozent der Ratsuchenden hatte dabei Problem mit Automatenspielen“, berichtet Willi Vötter, Leiter der Beratungsstelle. Als die Spielhallen in diesem Frühjahr für mehrere Wochen schließen mussten, sei die Beratung bei Spielproblemen dennoch ein akutes Thema geblieben. „Der erzwungene Spielverzicht löst die Glücksspielsucht noch nicht.“

Auch in der Krise seien daher ambulante und stationäre Hilfsangebote vermittelt und selbst durchgeführt worden. Der Bedarf an Vermittlung in ambulante und stationäre Rehabilitation habe sogar ein Nachfragehoch erreicht. Mit dem Lockdown wurde das Beratungsangebot allerdings auf eine rein telefonische Beratung umgestellt. Für die Mitarbeitenden war diese Zeit eine besondere Erfahrung: „Manchmal habe ich in den letzten Wochen der Coronakrise gedacht: So muss sich Sucht anfühlen. Leben mit einer nur kurzfristigen Perspektive von Tag zu Tag, noch ohne die Hoffnung auf Ausstieg“, sagt Willi Vötter.

Nun sind die Spielhallen wieder geöffnet. „Auch für süchtige Spieler ist die Zwangspause damit vorbei. Viele hätten sich eine längere Auszeit gewünscht“, weiß Willi Vötter aus Gesprächen mit den Betroffenen. Andererseits bedeute die Wiedereröffnung aus Sicht der Beratungsstelle auch einen Schutz vor dem Umstieg auf Online-Spielangebote oder gar illegales Glücksspiel.

Die Regio-PSB bietet inzwischen neben der telefonischen Beratung auch wieder persönliche Gespräche in der Lehener Straße 54a an - nach vorheriger Anmeldung. Dieses Angebot werde von den Betroffenen und Angehörigen gerne angenommen. Auch Gruppenangebote werden jetzt wieder mit einem besonderen Hygienekonzept möglich werden.

Eine Prognose, wie sich die Corona-Krise mittelfristig auf den Konsum von Suchtmitteln und das Suchtverhalten auswirken wird, will der Berater noch nicht wagen. „Dazu wissen wir noch zu wenig. Wir befürchten jedoch einen steigenden Bedarf in den nächsten Monaten, der auch uns im Hilfesystem vor neue Aufgaben stellen wird. Deshalb sind wir sehr froh, dass unsere Kooperationspartner, die Kostenträger, die Verwaltungen und auch die Politik das Hilfesystem aufrechterhalten, unterstützen und fördern“, so Vötter.

Die Beratungs- und Therapienagebote der Suchtberatungsstelle Regio-PSB zeigen einen Ausweg aus dem Suchtkreislauf. Betroffene und Angehörige können sich unter der Telefonnummer 0761 2858300 oder per E-Mail unter psb@stadtmission-freiburg.de an die Suchtberatungsstelle wenden.

Süchtige setzen ihr Leben aufs Spiel

Wer selbst glücksspielsüchtig oder als Angehöriger betroffen ist, findet Hilfe bei der "Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke" der Evangelischen Stadtmission, kurz Regio-PSB - in Form von Beratung und Therapie sowie in Selbsthilfegruppen.

Suchtberatungsstelle Regio-PSB berät immer mehr Glücksspieler

Das Beratungsteam verzeichnete im vergangenen Jahr einen massiven Anstieg bei den Hilfesuchenden: "Die Zahl der Menschen, die uns wegen ihres Spielverhaltens aufsuchen, ist im vergangenen Jahr  um 50 Prozent auf über 80 Personen angestiegen. Wir beraten bereits seit 15 Jahren einen hohen Anteil an Glücksspielern. Durch den erneuten deutliche Zuwachs  gehört Glücksspielsucht inzwischen zu den Kernaufgaben unserer Suchtberatung", berichtet Sozialarbeiter Willi Vötter, Leiter der Regio-PSB.
 
Aber ist es wirklich so schlimm, mal ein Spielchen zu wagen – vielleicht in einer Pokerrunde mit Freunden? Und wer hat nicht schon mal einen Lottoschein abgegeben oder gewettet, wer die Fußball-WM gewinnt? "Problematisch wird es dann, wenn aus dem Spaß Abhängigkeit wird. Glücksspielsucht ist eine ernstzunehmende Erkrankung mit schwerwiegenden Folgeerscheinungen", erklärt Willi Vötter. "Ein pathologischer Glücksspieler verliert fast alles - zunächst hohe Geldsummen, die meist seine finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Acht von zehn Betroffenen in Beratung und Therapie  haben Schulden. Dann geht das soziale Netz verloren: ein Viertel leidet unter dem Verlust des Arbeitsplatzes, 30 Prozent an Trennung und Scheidung, weil die Familie an der Suchterkrankung zerbrochen ist. Die Geldnot kann auch in die Kriminalität führen: 15 Prozent der süchtigen Glücksspieler haben ein Strafverfahren erlebt. Und die psychische Belastung ist enorm. Drei Viertel der Betroffenen leiden an Schuldgefühlen oder einer Depression, 15 Prozent haben gar einen Selbstmordversuch hinter sich." (Zahlen: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen sowie Baden Württemberg Studie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim)
 
Dazu kommt: Glücksspielsucht ist alles andere als ein Nischenthema. Laut einer repräsentativen Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) aus dem Jahr 2013 liegt der Anteil der pathologischen Glücksspieler in der deutschen Bevölkerung bei 0,82 Prozent. Hochgerechnet auf die 16- bis 65-jährige Bevölkerung sind das rund 443.000 Menschen. 

6 Tipps bei Problemen mit Glücksspiel

Auch wenn Sie schon öfter die Erfahrung gemacht haben, dass Sie Ihre guten Vorsätze nicht eingehalten haben und sich Ihr Glücksspielverhalten nicht geändert hat, ist Veränderung auch für Sie möglich!
Verurteilen Sie sich nicht selbst!

Wegschauen und die Probleme nicht wahrhaben zu wollen, ist aber auch keine Lösung. Machen Sie einen ehrlichen Selbsttest. Kennen Sie die Symptome der Abhängigkeit bei sich?

Dieser Selbsttest kann Ihnen dabei helfen.

Listen Sie einfach mal auf, was Sie sich durch das Glücksspiel erhofft haben und auch, was Ihnen daran gefällt.

Dieser positiven Seite steht aber auch eine negative Seite gegenüber:
Welche Nachteile und Verluste haben Sie sich durch das Spielen eingehandelt? Listen Sie auch auf, wieviel Geld Sie schon verspielt haben.

Als nächster Schritt, nachdem Sie ehrlich gegenüber sich selbst geworden sind, steht jetzt, an mit den Problemen nicht allein zu bleiben. Überwinden Sie sich, Ihren Veränderungswunsch einem nahe stehenden Menschen anzuvertrauen. Ehrlichkeit und Offenheit rufen unweigerlich Verständnis und Hilfsbereitschaft hervor.

Bleiben sie nicht allein mit Ihren negativen Gedanken und Selbstvorwürfen. Es gibt professionelle Hilfe, die Sie unterstützt, Ihren Weg aus Selbstvorwürfen und negativen Gedanken zu finden. Selbsthilfegruppen und Suchtberatungsstellen haben Einfühlungsvermögen und helfen bei konkreten Schritten aus der Sucht.

Wenn Sie sie sich die Zeit genommen haben, diese Tipps zu lesen und der Wunsch in Ihnen entstanden ist, sie auch umzusetzen, sind Sie auf einem guten Weg aus der Abhängigkeit.

Sie können es schaffen! Und es gibt Hilfe, das darf Sie zuversichtlich machen!

Schulungen

Prävention auf Anbieterseite: Schulungen für Spielhallen-Personal

Wenn Sie Glücksspiele anbieten - in einer Spielhalle, einer Wettannahmestelle oder anderswo - wissen Sie: Spielen macht Spaß, aber es kann auch zur Sucht werden!

Das Landesglücksspielgesetz verpflichtet Sie, Ihre Mitarbeitenden schulen zu lassen, damit sie problematisches Spielverhalten möglichst früh erkennen. Die Suchtberatungsstelle Regio-PSB Freiburg unterstützt Sie dabei, Verantwortung zu übernehmen und Ihre Kundschaft vor Risiken zu schützen. Wir bieten regelmäßig Schulungen an, um Ihre Mitarbeitenden zu sensibilisieren. Dadurch helfen wir ihnen, auffällige Spieler zu erkennen und sie in Hilfsangebote zu vermitteln. Sie können sich von uns zur Umsetzung des Landesglücksspielgesetzes beraten lassen, Seminare buchen oder Aufsichtspersonal zu Schulungen anmelden.

Wir bieten Ihnen Schulungen zur Qualifizierung Ihres Personals nach § 7 LGlüG an.

Darin vermitteln wir grundlegende Kenntnisse über

  • rechtliche Regelungen
  • suchtwissenschaftliche Grundlagen
  • problematisches Glücksspielverhalten
  • eigene Handlungsmöglichkeiten
  • Angebote der Suchthilfe
  • das Sozialkonzept Ihres Unternehmens.


Unsere Kompetenz

  • Unsere Schulungen werden nach den Anforderungen des Sozialministeriums von ausgebildeten Trainern durchgeführt.
  • Wir nutzen ein bewährtes und anerkanntes Schulungskonzept.
  • Unsere Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit
  • abhängigen Glücksspielern und in der Begleitung von Betrieben.
  • Wir sind vor Ort vernetzt und arbeiten mit den zuständigen Ordnungsämtern und Behörden zusammen.


Weitere Infos unter 0761-2858300 bei Willi Vötter.

Termine

Grundlagenschulungen zur Qualifizierung des Personals in Spielhallen nach § 7 LGlüG

Teil 1: Mittwoch, 21.10.2020, 9-17 Uhr, Hotel Alla Fonte in Bad Krozingen
Teil 2: Dienstag, 17.11.2020, 9-17 Uhr, Hotel Alla Fonte in Bad Krozingen

Wiederholungsseminare

Mittwoch, 04.11.2020, 9-17 Uhr, Hotel Alla Fonte in Bad Krozingen

Weitere Termine nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage.

 

Kosten

Die Kosten liegen bei 200 Euro pro Schulungstag und Person, inkl. aller Begleitleistungen und Verpflegung.

Ab einer Anmeldung von mindestens 10 Personen je Seminartag erhalten Sie eine exklusive Schulung nur für Ihre Mitarbeitenden.

 

Schulungsangebote für andere Standorte in Baden finden sie hier.

Seminarbedingungen

 

1. Anmeldung

Wir freuen uns über Ihre schriftliche Anmeldung per Mail, Fax oder Brief.

2. Seminargebühr

Bitte überweisen Sie uns den Rechnungsbetrag bis spätestens 14 Tage nach Erhalt der Rechnung.

3. Stornorecht

Nicht wahrgenommene Termine, die nicht abgesagt wurden, werden in Rechnung gestellt.
Der Teilnehmer kann seine Teilnahme bis zwei Wochen vor Seminarbeginn stornieren, danach fällt eine Aufwandsentschädigung in Höhe der Hälfte der Seminargebühren (abzüglich der Bewirtungskosten) an.

4. Seminarabsage

Der Veranstalter ist berechtigt, das Seminar wegen geringer Teilnehmerzahl oder aufgrund von ihm nicht zu vertretenden Umständen, wie z.B. Krankheit, abzusagen. Er informiert möglichst frühzeitig über die Absage.

5. Haftung

Der Veranstalter haftet für Sachschäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, es sei denn, es handelt sich um die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalspflicht).

6. Datenschutz

Für die Durchführung des Seminars sind Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten erforderlich. Diese sind durch den Teilnehmer bei Vertragsabschluss korrekt zu übermitteln. Die Daten werden vertraulich entsprechend dem Datenschutzrecht behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

7. Sonstiges

Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Freiburg. Die Unwirksamkeit einer oder mehrerer der vorstehenden Bestimmungen lässt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem mit ihr verfolgten Zweck soweit wie möglich entspricht.

Wir erstellen Ihr Sozialkonzept

Wir unterstützen Sie nicht nur bei der Schulung Ihres Personals, sondern auch bei der Erstellung des obligatorischen Sozialkonzepts für Ihr Unternehmen.

Das Sozialkonzept muss unter anderem beinhalten:

  • Ihre Ziele und Maßnahmen zur Verhinderung problematischen und pathologischen Glücksspiels
  • die Festlegung von Aufgaben und Zuständigkeiten für das Thema Glücksspielsucht in Ihrem Unternehmen
  • welche Hilfen Sie den betroffenen Glücksspielern anbieten oder vermitteln
  • wie Sie die Einhaltung der Vorgaben und den Erfolg Ihrer Maßnahmen kontrollieren
  • Angaben zur Anpassung und Weiterentwicklung Ihres Konzeptes in der Zukunft.


Speziell für die Aufsteller von Spielautomaten bieten wir die Erstellung von Sozialkonzepten nach § 33c GeWo an.

Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein maßgeschneidertes Sozialkonzept auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben.